Strom und warmes Wasser für Partnerschule
09.07.10
78 000-Euro-Spende für Solarprojekt in Afrika übergeben
Häufige Stromausfälle machen den Unterricht am Computer oder im hauswirtschaftlichen Fächern fast unmöglich. Die Versorgung mit warmem Wasser ist stark eingeschränkt. So stellt sich zurzeit die Situation an der Mary Ward Primary School in Mbizo/Kwekwe in Simbabwe dar. Doch das wird sich dank der Hilfe aus Mainz bald ändern: Heute konnte Stadtwerke-Vorstand Detlev Höhne als Vorstand der Stiftung "Energie für Afrika" in der Maria Ward-Schule in Mainz einen Scheck über 78 000 Euro entgegennehmen. Das Geld soll dabei helfen, die Energieversorgung in Mbizo/Kwekwe deutlich zu verbessern.
Einen großen Teil der Spendensumme stammt aus zwei Sammelaktionen der Mainzer Schule im vergangenen Jahr. Am 1. Juli 2009 erarbeiteten die Schülerinnen im Rahmen der Sozialaktion "Dein Tag für Afrika" rund 25 0000 Euro, weitere 5000 Euro erbrachte eine Weihnachtsaktion des Kollegiums der Mainzer Schule. Hinzu kamen weitere Spenden an die Ordensgemeinschaft Congregatio Jesu durch andere Spender, Maria Ward-Schulen oder Fördervereine. So wuchs die Spendensumme auf insgesamt 78 000 Euro an, berichteten die Schulleiterin der Maria Ward-Schule, Dr. Andrea Litzenburger, und Schwester Xaveria Bachmann, die Ansprechpartnerin der Ordensgemeinschaft für die Projekte der Congregatio Jesu.
Mit den Spenden aus Deutschland soll in Simbabwe der Bau von Solaranlagen für die Einrichtungen der Maria Ward-Schwestern unterstützt werden. Die Schwestern leiten in Amaveni und Mbizo ein Waisenheim, zwei Kindergärten und eine Grundschule. In dieser Schule werden derzeit rund 1000 Schüler und Schülerinnen unterrichtet. Die Einrichtung wurde vor zehn Jahren gebaut und zum großen Teil durch Spenden der Maria Ward-Schule in Mainz errichtet.
Da sich die Lebensverhältnisse in Simbabwe zusehends verschlechtern, sollen die Solaranlagen die Schule und die Kindergärten unabhängiger von der Energieversorgung machen. Nur so kann der kontinuierliche Betrieb der Einrichtungen aufrechterhalten werden.
Die Projektplanung und die Durchführung hat die Stiftung "Energie für Afrika" übernommen. Bereits seit Jahren engagiert sich die Stadtwerke Mainz AG im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda. Die Stiftung wurde gegründet um diese Zusammenarbeit ausbauen zu können und eine nachhaltige Energieversorgung in Afrika zu fördern. Unter anderem ermöglichte die Stiftung vor drei Jahren den Bau der 250 kWp-Anlage "Kigali Solaire" in Ruanda und verfügt über die notwendige Erfahrung mit solchen Projekten.
In Simbabwe sollen eine Solaranlage mit einer Leistung von mehr als 5 kWp auf einer Freifläche errichtet werden, sowie insgesamt acht Anlagen zur solarthermischen Warmwasserbereitung. Die Projektlaufzeit beträgt 20 Jahre. Neben der Lieferung und Errichtung der Anlagen ist auch die Wartung Teil der Vereinbarung.

- Dateien:
PM_Kwekwe_02.doc